Gedichtsammlung Teil 3 mit 12 Gedichten : Das Leise und das Laute         Irina Piwowarowa. Aus dem Schornstein kommt Rauch. Apfelschimmel                     Hans Adolph Halbey, Kniehang                             Joachim Ringelnatz, September                  Elisabeth Borchers, So klein wird die Sonne, daß der Himmel sie nicht mehr halten kann, Der Papierdrachen                    Vera Ferra- Mikura. Herr: es ist Zeit. Ins Leben schleicht das Leiden/ sich heimlich wie ein Dieb,/ wir alle müssen scheiden, / von allem, was uns lieb. Es flieht die Zeit; schon wankt das Jahr. Juni 2019 Sabine Volkmar Etwas bleibt und überlebt erst mal: „der Baum, beraubt des Laubs"  und etwas, das bleibt offenbar erst mal nicht  „Laub, beraubt des Stammes" Für den, der  sich mal kurz das herbstliche Vergehen ansehen will, ist  „das Laub, beraubt des Stamms" der interessantere Fall, und so beschäftigt sich die Strophe II ausschließlich damit. O stört sie nicht, die Feier der Natur!/ Dies ist die Lese, die sie selber hält,/ Denn heute löst sich von den Zweigen nur,/ Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt. 42. und die Nächte groß, und jeder Abend hat. Das Tageslicht, jetzt mager, rar, im Sommer hell und strahlend war. Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss. Einer heißt Schneewitchen. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;/ gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,/ dränge sie zur Vollendung hin und jage / die letzte Süße in den schweren Wein. Und eine zeitlang sah es ja auch so aus. Der später endet in der Traurigkeit . Nicht als Gedicht, aber wunderbar ver-dichtet hat Karl Krolow den Herbst und sogar ausdrücklich zunächst den September in seinen „Minuten-Aufzeichnungen: „Auf alten Bildern nimmt man den September als Borsdorfer Apfel oder als rote Reinette aus den Bäumen eines Pastorengartens..Man hält im Herbst - wenn die Wespen im Saft der Bergamotten ertrinken - die Fruchtmesser bereit, um während der Tagesklarheit in sein fruchtiges Fleisch zu schneiden. Auch der erste Akt des herbstlichen Fallens der Früchte ist ihr „ mildes" Werk, das eine  weitere, herbere herbstliche „Lese" ahnen läßt.. Diese schwerere Zeit herbstlichen Vergehens kommt zum Ausdruck in Rilkes Gedicht. Ein Stück Himmel                     Peter Helbich, zum Himmel richten; dem Gesang des Vogels. Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist so eine Schande, Zeit zu verschwenden. Je weniger Du auf negative Menschen reagierst, umso positiver wird Dein Leben. Ein Gedicht geht um die Welt, Ein wunderbares Frühherbstgedicht hat auch Marie Luise Kaschnitz verfaßt, die übrigens in ihren Aufzeichnungen erzählt „Der Herbst  war meine Jahreszeit von jeher... Vom Tag der Sonnenwende an begann ich aufzuatmen, jetzt konnten die Tage nicht mehr länger werden, jetzt begann es sich langsam, langsam wieder um mich zu schließen, das süße Netz der Dunkelheit, der Höhlentiefe, des Traums..." Und so vermittelt auch sie, wie man einverstanden werden kann mit „den knöchernen Tritten des Herbstes:", denn sie passen sich „zweigauf,  zweigab" den Gegebenheiten des herbstlichen Baumes  geradezu zärtlich an: Du lieber Herbst/ Das Laub/ Noch heiß vom Sommer/ Und leuchtet feurig/ Dann im Wind/ Die feinen/ Knöchernen Tritte/ Zweigauf / Zweigab. herzlich willkommen auf meiner Seite, auf der Sie über 1400 von mir gesprochene Gedichte von 112 deutschsprachigen AutorInnen hören können. Zögern ist der Dieb der Zeit. Die Zeit heilt alle Wunden, doch manchmal auch nicht, der Pfeil im Herzen, den Strom unterbricht. Ich atme Kiefernholz und Pilze ein Eigentlich müßte der Mensch unendlich Klage führen, wenn doch alles, was er will, zerschlagen wird, der Tag in den Abend sinkt, sogar die Lust ihr eignes Grauen hat, und „alles hat den Tod".. Aber wer sich intensiv damit einläßt, der spürt, „Du bist‘s", der, das was wir bauen, „mild" über uns zerbricht, und aus der „Milde", mit der zerbrochen wird, kann  der Mensch erspüren, daß nicht göttliche Willkür dahinter steht, sondern daß Tod „ist", damit oder „daß" „ wir den Himmel schauen"! Einer heißt Rumpelstilzchen. Die Sonne lässt jetzt alles im warmen Golde schwelgen, und dieses schöne Schauspiel ist viel zu selten, auch die silbernen Hexenfäden sind gesponnen, What people are saying - Write a review. Liebe Grüße zum Wochenende ... auch wenn es schon eine lange Zeit her ist- so schmerzhaft, aber manchmal gilt es die eigenen Grenzen zu wahren und zu verteidigen! Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist, dass ich da sein kann, um den Tag mit Dir zu teilen, weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird, so dass ich diesen einen verstreichen lassen kann. Berechnen, in der Tat, läßt sich der „künftige Weg" des Abgestorbenen nicht, aber auch dieser moderne Entwurzelte merkt, wenn er sich auch nur „für fünf Minuten" mit dem herbstlichen Thema „Vergänglichkeit" einläßt, daß es diesen künftigen Weg gibt!. Trag es im Herzen - wunderbar! Dort/ Kann ich für fünf Minuten stehn und einen Baum sehn/ Beraubt des Laubs, und Laub, beraubt des Stamms. Kostenlos. Eine ganz ähnliche Erfahrung macht der „Umkehrende" in einem Gedicht von  Joseph Eichendorff: Was ich wollte, liegt zerschlagen,/ Herr, ich lasse ja das Klagen,/ und das Herz ist still,/ Nun aber gib auch Kraft, zu tragen,/ was ich nicht will! Es kommt eine Zeit. Du bist‘s, der, was wir bauen,/ mild über uns zerbricht,/ daß wir den Himmel schauen -/ darum so klag ich nicht.". Darum so klage nicht. Text 12: September „Der Sommer war sehr groß". Einer heißt Schneewittchen. Es kommt die Zeit, der Pfeil fällt raus, die Liebe im Herzen, lebt wieder auf. Mitch Albom . Jedoch ist es mit der Veröffentlichung immer schwierig, daher sind es nur Gedichte, deren Autor mehr als 70 Jahre verstorben ist. 25 1 Kommentar. Überraschenderweise aber kommt der gar nicht auf die Idee sondern bemerkt nur lakonisch: „Schwierig/ den künftigen Weg des Blattes auszurechnen".